Irgendwo im Nirgendwo

PLZ – Limericks

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Limericks zu Postleitzahlen! Darauf muss einer erst mal kommen. Helmut Preißler* hat 1985 aus der Idee ein Buch gemacht. Illustriert wurde das Bändchen von Gerhard Goßmann.**
Manch Reim knirscht gewaltig aber Seite 36 entschädigt für alles und ist ein Leckerbissen für den Grauenhagener…

Im Gasthaus zu Grauenhagen
singen die Männer an lauen Tagen
am Abend im Chor,
doch sie müssen zuvor
daheim ihre Frauen fragen.

O.K., die Postleitzahl stimmt nicht mehr, das Gasthaus ist geschlossen und manch Grauenhagener hat noch heute mehr Haare auf dem Kopf, als der faule Goßmann 1985 zeichnen wollte.
Aber sonst? „Gut getroffen“, würde ich sagen.
Damals wie heute haben die Männer die große Klappe, die Weiblichkeit das Sagen und irgendwie ist das auch richtig so!

(*) Helmut Preißler (1925-1994): Aus seiner Feder stammt real-sozialistischer Edelkitsch, der vor allem den Kulturfunktionären gefiel und in hohen Auflagen gedruckt wurde.
Als IM „Anton“ hat er wohl auch für die Staatssicherheit gespitzelt.
Ich hätte nicht gedacht, dass in diesem lyrischen Scherbenhaufen etwas Brauchbares zu finden ist, bis ich auf die „Postleitzahlen-Limericks“ gestoßen bin. Die sind lustig und eben auch etwas für Grauenhagen.
( Bei den rund achttausend Gemeinden der DDR fast ein Wunder, dass wir zu den 122 auserwählten gehörten.)

(**) Gerhard Goßmann ( 1912-1994 ): Ich habe ihn in dankbarer Erinnerung, denn viele meiner Lieblingsbücher wurden von ihm illustriert. Darunter die Klassiker „Don Quijotte“, „Robinson Crusoe“ und Coopers „Der letzte Mohikaner“ aber auch der wundervolle Spannend- Erzählt-Band „Gefangene der Pantherschlucht“ von Wachtan Ananjan.

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